Land will Uni-Austausch mit Großbritannien erhalten
Hannover (dpa/lni) – Niedersachsen ringt angesichts des Brexits um eine Fortsetzung der Hochschul-Kooperationen mit Großbritannien. Insbesondere das Ende des Austauschprogramms Erasmus für Studierende bedauert die Landesregierung. «Es ist ein Anachronismus, wenn jungen Menschen in einer Zeit, in der die Welt zusammenwächst, beim internationalen Austausch Steine in den Weg gelegt werden», sagte Europaministerin Birgit Honé (SPD) am Sonntag. Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sagte, mit Großbritannien gehe ein wichtiges Partnerland mit vielen renommierten Universitäten verloren. Beide Minister wollen sich dafür einsetzen, bestehende Kooperationen zu erhalten und auszubauen.
Für Schottland hatte die Landeshochschulkonferenz im September bereits mit der Hochschulvereinigung Universities Scotland eine Vereinbarung unterzeichnet. Seitdem habe das Wissenschaftsministerium rund 260 000 Euro in gemeinsame Projekte investiert, hieß es. Unter anderem hätten die Unis Lüneburg und Glasgow mit dem European Centre for Advanced Studies eine gemeinsame Forschungsinstitution gegründet.

(Quelle: dpa)